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Der Dussak

Der Dussak wurde wahrscheinlich Mitte des 16.Jh. von den Federfechtern aus Böhmen eingeführt. Er hat eine breite Klinge, ist 60 bis 70 cm lang, besitzt im Griffteil ein faustgroßes, längliches Loch und wurde ausschließlich aus Holz oder Leder gefertigt. Der Fechter hatte einen Handschuh aus Eisen oder Leder an. Mit der geschützten Hand konnte man die gegnerische Klinge parieren und durch das geringe Gewicht der Waffe die eigene Spitze sehr schnell ins Ziel bringen: "In die Stärk sollst du versetzen mit der Schwäch zugleich verletzen" Eine Strategie, die auch später im Sportfechten angewandt wurde (die Stärk ist der Klingenteil vor der Glocke, die Schwäch ist bei der Klingenspitze).
Herkunft und Einsatzzweck dieser eigenwilligen Waffe sind nicht ganz geklärt. Leider blieben keine Originale erhalten. Historische Fechtbücher deuten darauf hin, dass es sich um eine reine Sportwaffe zum Training von Techniken mit einhändigen Waffen handelte. Durch die Krümmung werden die Bewegungen runder und schneidend, was sich auch bei geraden Klingen positiv auf die Technik auswirkt. Schnittbewegungen sind mit gerader Klinge schwieriger, aber sogar von größerer Notwendigkeit, um die Schneide nicht zu überlasten.