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Kenjutsu

(jap): die Schwertkunst des feudalen Japans, Vorgänger des Kendô. Kenjutsu hatte im mittelalterlichen Japan eine große Tradition. Das Schwert war die Seele des Samurai, und es galt als hohe Pflicht, es zu beherrschen. Dennoch ist der Ursprung des systematisierten Schwertfechtens in Japan nicht einwandfrei nachzuweisen.
Obwohl das Schwert viel älter ist, wird als erste historische Person im systematisierten Schwertfechten der Samurai Minamoto Yoshitsune (1159 - 1189) genannt. Er gilt als der Urvater der japanischen Schwertsysteme. Erst ein Jahrhundert später wurde das Iaijutsu systematisch unterrichtet, das sich im Laufe der Zeit in nahezu 400 Stilrichtungen aufteilte. Das eigentliche Schwertfechten brachte über die gesamte Geschichte mehr als 2.000 Stile hervor.
Zu jener Zeit unterteilte man die Schwertkunst schon in zwei Gebiete: Sen ha Kenjutsu, das sich auf die grundlegende Ausbildung mit dem Schwert bezog, und Ryû ha Kenjutsu, das ein höheres Studium der Kriegsführung und Strategie beinhaltete. Das Schwert wurde mehr und mehr zum Symbol des japanischen Kriegers, und es begannen sich Meister in dieser Kunst herauszubilden, die weit über die Formen des Kampfes mit dem Gegner hinausgingen. Die Kenjutsu Schulen unterschieden sich durch die verschiedenen Stellungen und Haltungen (Kamae), während die Meister der Ryû immer mehr Techniken und Taktiken erfanden.